AGB erstellen – was wirklich Pflicht ist (und was Abmahn-Anwälte freut)
AGB erstellen für deinen Online-Shop oder deine Website. Was Pflicht ist, welche Klauseln rein müssen und wo die typischen Abmahn-Fallen lauern.
Lukas Ebner
Gründer, vertrag.io
Du hast eine Website, bietest Services an oder betreibst einen Online-Shop – und fragst dich, ob du AGB brauchst. Kurze Antwort: Ja, sobald du im Netz Waren oder Dienstleistungen verkaufst. Längere Antwort: Es kommt darauf an, WAS in den AGB steht. Denn falsche oder fehlende Klauseln sind einer der häufigsten Abmahngründe in Deutschland. Dieser Guide zeigt, was Pflicht ist, was optional klug ist, und wo die Fallstricke liegen.
AGB-Pflicht in Deutschland – wann du welche brauchst
AGB sind die vertraglichen Spielregeln zwischen dir und deinen Kunden. Sie müssen für Verbraucher leicht auffindbar sein – typischerweise verlinkt im Checkout und im Footer. Beim Fernabsatz (Bestellung online) greifen zusätzlich Informationspflichten: Vor Vertragsschluss musst du über Wesentliches informieren; die AGB sind Teil der Transparenz.
Zwischen B2B und B2C ist der Unterschied groß: Verbraucher genießen Widerrufsrecht und strengere Transparenzvorgaben. Geschäftskunden haben mehr Freiheit in der Gestaltung – trotzdem sollten AGB klar und nachvollziehbar sein. Wer „nur mal schnell“ einen Shop startet und die AGB vergisst, riskiert nicht nur Streit – sondern auch Abmahnungen wegen fehlender oder falscher Texte.
Die 7 Pflicht-Klauseln in deinen AGB
Geltungsbereich
Für wen gelten die AGB? Nur Verbraucher, auch B2B, nur bestimmte Produkte? Ohne klaren Geltungsbereich interpretiert der Kunde – und im Zweifel das Gericht.
Vertragsschluss (Angebot & Annahme)
Online entsteht der Vertrag meist mit Klick auf „Kaufen“ oder vergleichbar. Beschreibe den Ablauf: Wann ist das Annehmen wirksam, wann kannst du ablehnen (z. B. bei Lieferengpässen). Das verhindert Missverständnisse über den Moment, in dem beide gebunden sind.
Preise & Zahlungsbedingungen
Alle Preise inklusive oder zzgl. MwSt.? Versandkosten transparent? Zahlungsarten und Fälligkeiten? Je klarer, desto weniger Raum für „überraschende“ Nachforderungen – und desto besser für SEO-Vertrauen im Shop.
Lieferung / Leistungserbringung
Lieferfristen, Teillieferungen, Selbstbelieferungsvorbehalt: Was passiert, wenn etwas nicht verfügbar ist? Ein Satz zu Ersatz oder Stornierung spart Support-Zeit.
Widerrufsrecht (B2C Pflicht!)
Für Verbraucher ist das Widerrufsrecht zentral. Frist, Form, Ausnahmen (z. B. digitale Inhalte nach Freischaltung) – hier schleichen sich Abmahnfehler ein, wenn Fristen oder Muster falsch sind. Zugegeben: Das ist der Teil, den viele kopieren. Genau deshalb muss er stimmen.
Gewährleistung & Haftung
Gesetzliche Gewährleistung kann nicht einfach „ausgeschlossen“ werden bei Verbrauchern. Haftungsbeschränkungen müssen transparent und angemessen sein. Wer pauschal „keine Haftung“ schreibt, riskiert die Klauselverletzung nach § 309 BGB.
Datenschutz-Verweis (DSGVO)
Die Datenschutzerklärung ist kein Ersatz für AGB, aber ein Verweis darauf gehört dazu: Wo finde ich Informationen zur Datenverarbeitung bei Bestellung und Kundenkonto? Das zeigt Ordnung und reduziert DSGVO-Risiken.
Die 5 häufigsten Abmahn-Fallen bei AGB
Fehlendes oder unvollständiges Widerrufsrecht – Klassiker bei Shops, die „mal eben“ starten. Falsche Widerrufsfristen oder irreführende Formulierungen – Abmahner kennen die Muster. Unzulässige Haftungsausschlüsse – vor allem bei Verbrauchern streng geprüft. Fehlende OS-Verlinkung zur Online-Streitbeilegung – Pflicht für Verbraucher, oft vergessen. Veraltete Rechtstexte – Gesetze ändern sich; Copy-Paste von 2019 ist keine Strategie.
Hand aufs Herz: Viele dieser Punkte sind technisch, aber billig zu vermeiden – wenn du von Anfang an strukturiert arbeitest.
AGB-Generator vs. Anwalt vs. KI – Was lohnt sich?
Der Anwalt liefert Maßarbeit und Haftung für den Einzelfall – sinnvoll bei hohem Volumen oder internationalen Geschäften. Ein AGB-Generator wie bei vertrag.io strukturiert Standardfälle schnell: du beantwortest Fragen, die Klauseln passen sich an. KI kann Texte vorschlagen und anpassen – sinnvoll im KI-Assistent, wenn du Ergänzungen brauchst. Die Kombination aus Generator und KI ist für viele Online-Shops und Agenturen der sweet spot: schnell, wiederholbar, nachvollziehbar.
So erstellst du deine AGB mit vertrag.io
Du gehst nicht mit leerem Word-Dokument ins Rennen. Du wählst den AGB-Generator, beantwortest Fragen zu Produkt, Zielgruppe und Zahlungsarten – und bekommst einen Text, den du prüfen und veröffentlichen kannst. Willst du Formulierungen schärfen oder Sonderfälle abbilden, springt der KI-Assistent ein und arbeitet auf Basis der Struktur, die du schon hast.
Du willst deinen AGB nicht von Hand schreiben? Der AI-Assistent baut ihn in 5 Minuten für dich auf.
AGB mit AI erstellenFazit
AGB erstellen heißt nicht, einen Text von irgendwo zu kopieren. Es heißt: die Regeln deines Geschäfts so festzuhalten, dass Kunde und Gericht sie verstehen – und Abmahner wenig Angriffsfläche haben. Die sieben Pflicht-Themen plus die typischen Fallen oben sind dein Leitfaden. Wer das ernst nimmt, spart später Zeit, Geld und Nerven.
Passende Vorlagen





